Erfolgreiche Algenbekämpfung im Herterweiher

 

Auf dem ehemaligen Industriegelände Zellweger Park entstand ein neues Quartier mit einer öffentlichen Parkanlage und direkt am Herterweiher eine neue EigentumswohnĂĽberbauung mit einer traumhaften Sicht auf die Wasserlandschaft. Die Bauherrenvertretung der Baugesellschaft am Herterweiher beauftragte in Zusammenarbeit mit der Zellweger Park AG Algenfrei mit einer Beratung vor Ort.  

 

Blick auf den idyllischen Herterweiher machen das Wohnen zum Genuss.  

 

herterweiher herterweiher-unterwasserpflanzen herterweiher-oben

 

Der Zustand des Weihers zeigt sich aus biologischer Sicht gesamthaft gesehen recht gut. Er ist zwar in einem eutrophen Zustand, was jedoch nichts Ungewöhnliches ist. Die absterbenden Wasserpflanzen sowie das Falllaub der umstehenden Bäume bilden im Verlauf der Jahre auf dem Grund des Weihers nach und nach eine Schlammschicht. Die relativ geringe Tiefe (max. ca. 1.7 m) und diese natĂĽrlich entstandene Schlammschicht auf dem Weihergrund sind ideale Voraussetzungen fĂĽr das Wachstum der Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen wie Tausendblatt (Myriophyllum spicatum), Seerosen (Nymphaea sp., Gartenformen) und die nicht einheimische Seekanne (Nymphoides peltata). Die Ufer sind vor allem mit verschiedenen Seggen, Gelber Schwertlilie (Iris pseudacorus), Rohrkolben (Typha latifolia), lokal auch etwas Seebinse (Schoenoplectus lacustris) gut bewachsen. Die Fauna ist recht vielfältig. Der Teich wird von (eingesetzten) Karpfen, Hechten, Rotfedern und kleinen Wasser- und Seefroschpopulationen besiedelt. 

 

8612 Herterweiher  USE Pos    

Erkenntnisse aus der Beratung vor Ort

Für eine optimale Abdeckung des Teiches mit Klickönen sind zwei Algenfreigeräte erforderlich und die Unterwasserpflanzen müssen zurückgeschnitten werden. Aufgrund der Teichbreite von 80 m und der Unterwasserpflanzen wurden das stärkste Algenfreigerät, ein G-Sonic 50 HP mit zwei Klickerzeugern mit einer Reichweite bis zu 150m empfohlen.

 

Orange = mögliche Behinderung der Ausbreitung der Klicktöne durch die Unterwasserpflanzen, welche bis an die Wasseroberfläche reichen.

 

Im Sommer wurde das Algenfreigerät G-Sonic 50 HP in Betrieb genommen und die Unterwasserpflanzen gemäht und abtransportiert.

 

Besichtigung September

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Verschiedene Massnahmen wurden erarbeitet, um eine Verlandung des Weihers zu verhindern:

  • Ausfischen, kleinstmöglicher Bestand von grĂĽndelnden Fischarten, um TrĂĽbung und Nährstofflösung zu vermeiden
  • Schneiden von Unterwasserpflanzen
  • Mähen der Ufervegetation zur Vermeidung von Nährstoffeintrag

 

Von der Ufervegetation und den absterbenden Wasserpflanzen wird organisches Material in den Weiher eingetragen. Dieses setzt sich auf dem Grund des Weihers ab und fĂĽhrt zu einer langsamen Verlandung des Weihers. Das organische Material zersetzt sich im Laufe der Zeit, was mit einem Sauerstoffabbau verbunden ist. Je mehr organisches Material vorhanden ist, desto mehr Sauerstoff wird verbraucht. Weiter werden durch den Kot von Tieren, durch Regenwasser und durch absterbende Uferpflanzen Nährstoffe in den Weiher eingetragen. Diese Nährstoffe fĂĽhren zu einem Wachstum von Unterwasserpflanzen und Algen. Je mehr Nährstoffe vorhanden sind, desto stärker wachsen die Pflanzen durch den Sauerstoffabbau.  Die Nährstoffe lagern sich im Weihergrund ab. Wird der Weihergrund aufgewĂĽhlt (z.B. spezielle Fischarten), so werden die Nährstoffe in den Sedimenten wieder im Wasser freigesetzt.

 

Dieser Weiher ist frei zugänglich und kann besichtigt werden.

Adresse: Herterweiher, 8610 Uster, CH

  

 
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