Algen in Teichen umweltschonend bekämpfen

Mit den warmen Sonnenstrahlen sind sie wieder da: Algen, die Garten- und Schwimmteiche sowie Wassergärten verschmutzen. Durch das Massenwachstum der Schwebealgen wird anfangs das Wasser getrübt, später entwickeln sich oft auch Fadenalgen. Diese bilden wolkige Fadenknäuel, treiben als blasenhaltige grünbraune Algenmatte auf der Wasseroberfläche und rund um Wasserpflanzen.

Grünalgen, Fadenalgen Büschel im Gartenteich



Schwebealgen trüben das Wasser, Fadenalgen haften an den Steinen

Vielfach greifen Gartenbesitzer zu Chemikalien, um die unschönen und ärgerlichen Algen zu beseitigen und gegen die Trübung des Gewässers vorzugehen. Wenn Gärtner jedoch umweltschonender vorgehen möchte, bieten sich Alternativen.

Wie funktioniert ein Gartenteich?

Nierenförmiger Gartenteich
Nierenförmiger Gartenteich

Ein natürlicher Teich ist ein seichtes, stehendes Gewässer mit geringem Wasserumsatz. Normalerweise hat ein Teich weder Zu- noch Abfluss. Wasser dringt diffus als Regenwasser aus der Umgebung ein und verlässt den Teich, indem es verdunstet. Algen sind Pflanzen (zB Grünalgen) oder Bakterien (z.B. Blaualgen), welche ihre Lebensenergie mithilfe der Photosynthese aus dem Sonnenlicht beziehen. Dazu benötigen sie Nährstoffe wie CO2, Phosphat, Nitrat und viele andere mehr. In unseren gemässigten Breitengraden fördern im Sommerhalbjahr längere Tage, intensivere Sonnenstrahlung sowie höhere Temperaturen das Wachstum von Pflanzen und Algen. Während wurzelbildende Wasserpflanzen (z.B. Schilf, Hahnenfussgewächse, Laichkraut, Wasserpest) ihre Nahrung vorwiegend aus dem Boden beziehen, sind Algen und Schwimmpflanzen (z.B. Wasserlinsen) auf die Nährstoffe im Wasser angewiesen.

Schlammschicht im Teich
Schlammschicht im Teich

Absterbende Algen, Schwimmpflanzen und Kleintiere sinken auf den Teichboden, bilden dort einen flaumigen Teppich aus Detritus (organischem Abfall) und werden mithilfe von Sauerstoff wieder zu Pflanzendünger (anorganischen Nährstoffen) zurückgebildet. Damit schliesst sich der Stoffkreislauf in einem gesunden Kleingewässer. Wasserpflanzen, Fadenalgen und Detritus bieten kleinen Wassertieren (Kleinkrebse, Milben, Insektenlarven, Würmchen, Schnecken, Amphibien etc.) Lebensraum und Zuflucht vor Fressfeinden. Mikroskopisch kleine Schwebealgen und Detritus dienen ihnen als Nahrungsgrundlage. Ein natürlicher Teich (Tümpel) verlandet innerhalb weniger Jahrzehnte, weil er stark abhängig ist von der Umgebung. So kann Humus und Dünger aus Wiesen und Gärten eingeschwemmt werden. Zudem belastet herbstlicher Laubfall den Teich mit organischem Material im Schlamm.

Aus diesen ökologischen Zusammenhängen lassen sich ein paar einfache gärtnerische Massnahmen ableiten, um explosionsartige Vermehrung von Schwebealgen und Fadenalgen in Grenzen zu halten. Da sie als Lebensraum und Grundlage für andere Teichbewohner dienen, müssen sie nicht komplett ausgerottet werden.

Einfache Massnahmen

  • Schon beim Teichbau sollte darauf geachtet werden, dass der Teich nicht komplett der Sonne ausgesetzt ist, sondern teilweise beschattet wird. Dies begrenzt das Algenwachstum.
  • Speisen Sie den Teich nicht laufend mit Frischwasser auf. Ein Wassereintrag, kombiniert mit einem Abfluss, fördert das Algenwachstum, weil sauberes Wasser stetig neue Nährstoffe (Mineralsalze) in den Teich befördert.
  • Um den Teufelskreis zu durchbrechen, sollte bei der Teichreinigung das Wasser zurückgeführt werden oder wenn möglich nicht zusätzlich mit Wasser versorgt werden. Natürlicher Niederschlag reicht in der Regel aus.
  • Die unmittelbare Umgebung des Teiches sollte nicht gedüngt werden, weil sonst Regenwasser den Dünger mit den darin enthaltenen Nährstoffen in den Teich schwemmt. Dies fördert Algenwachstum.
  • Ein natürlicher Wassertümpel oder Teich mit wenigen Kubikmetern Wasser sollte nicht mit Fischen besiedelt werden. Wenn Sie Fische in den Gartenteich einsetzen, nehmen Sie damit einen erhöhten Nährstoffumsatz in Kauf, der das Algenwachstum ankurbelt. Aus einem Gramm Fischfutterpellets (Trockengewicht) können bis zu zehn Gramm Algenbiomasse (Nassgewicht) entstehen.
  • Das Abdecken der Teichoberfläche mit einem Netz im Spätherbst verhindert den Eintrag von Falllaub. So kann der Nährstoffeintrag reduziert werden.
  • Wenn sich dennoch Fadenalgen oder Wasserlinsen im Teich ausbreiten, sollten Sie diese periodisch abschöpfen. Dadurch werden dem Teich grosse Mengen an Nährstoffen entzogen und aus dem Wasserkreislauf entfernt.

Massnahmen für klares Wasser

Algenfrei Paket für klares Wasser
Algenfrei Paket für klares Wasser


Mit dem Algenfrei Paket wird das Wasser klar. Die Algen werden bekämpft, die Nährstoffe kontrolliert und der Teich gereinigt mit gefilterter Wasserrückführung.

Folgenden technische Hilfsmittel sind im Algenfreipaket enthalten, um das Algenwachstum nachhaltig einzudämmen:


  • Algenfreigerät: Mit Klicktönen lässt sich übermässiges Algenwachstum in Teichen mit geringem Aufwand bekämpfen. Für Mensch und Tier sind die Klicktöne nicht hörbar und verursachen auch keinen schädlichen Elektrosmog.
  • Schlammsauger: Abgestorbenes organisches Material auf dem Teichgrund ist sehr nährstoffreich und sollte deshalb regelmässig mithilfe eines Schlammsaugers entfernt werden. Damit wird auch der Verlandung des Teiches entgegengewirkt.
  • Feinfiltersack: Bis zu 100 Mikron feine Rückstände werden aus dem Wasser herausgefiltert. So kann Wasser gespart werden und nährstoffhaltiges Wasser muss nicht nachgespiesen werden.

Algenbekämpfung am Herterweiher See

Auf dem ehemaligen Industriegelände Zellweger Park entstand ein neues Quartier mit einer öffentlichen Parkanlage und direkt am Herterweiher See eine neue Eigentumswohnüberbauung mit einer traumhaften Sicht auf die Wasserlandschaft. Die Bauherrenvertretung der Baugesellschaft am Herterweiher beauftragte in Zusammenarbeit mit der Zellweger Park AG Algenfrei mit einer Beratung vor Ort.

Blick auf den idyllischen Herterweiher machen das Wohnen zum Genuss
Algenpest auf dem Herterweiher in den Sommer Vorjahren (Map data ©2013 Google)

Der Zustand des Weihers zeigt sich aus biologischer Sicht gesamthaft gesehen recht gut. Er ist zwar in einem eutrophen Zustand, was jedoch nichts Ungewöhnliches ist. Die absterbenden Wasserpflanzen sowie das Falllaub der umstehenden Bäume bilden im Verlauf der Jahre auf dem Grund des Weihers nach und nach eine Schlammschicht. Die relativ geringe Tiefe (max. ca. 1.7 m) und diese natürlich entstandene Schlammschicht auf dem Weihergrund sind ideale Voraussetzungen für das Wachstum der Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen wie Tausendblatt (Myriophyllum spicatum), Seerosen (Nymphaea sp., Gartenformen) und die nicht einheimische Seekanne (Nymphoides peltata). Die Ufer vom See sind vor allem mit verschiedenen Seggen, Gelber Schwertlilie (Iris pseudacorus), Rohrkolben (Typha latifolia), lokal auch etwas Seebinse (Schoenoplectus lacustris) gut bewachsen. Die Fauna ist recht vielfältig. Der Teich wird von (eingesetzten) Karpfen, Hechten, Rotfedern und kleinen Wasser- und Seefroschpopulationen besiedelt.

Erkenntnisse aus der Beratung vor Ort

Für eine optimale Abdeckung des grossen Teichs mit der intelligenten Klicktechnologie sind zwei Algenfreigeräte erforderlich und die Unterwasserpflanzen müssen zurückgeschnitten werden. Aufgrund der Teichbreite von 80 m und der Unterwasserpflanzen wurden das stärkste Algenfreigerät, ein G-Sonic 100 mit zwei Klickerzeugern mit einer Reichweite bis zu 100m empfohlen.

Klickerzeuger Positionierung für die otpimale Klickton Ausbreitung

Orange = mögliche Behinderung der Ausbreitung der Klicktöne durch die Unterwasserpflanzen, welche bis an die Wasseroberfläche reichen.

Im Sommer wurde das Algenfreigerät G-Sonic 100 in Betrieb genommen und die Unterwasserpflanzen gemäht und abtransportiert.

Besichtigung September

G-Sonic 100 Elektroniksteuerung 
Rechter Klickerzeuger mit Edelstahlschwimmer
Linker Klickerzeuger mit Edelstahlschwimmer

Verschiedene Massnahmen wurden erarbeitet, um eine Verlandung des Weihers zu verhindern:

  • Ausfischen, kleinstmöglicher Bestand von gründelnden Fischarten, um Trübung und Nährstofflösung zu vermeiden
  • Schneiden von Unterwasserpflanzen
  • Mähen der Ufervegetation zur Vermeidung von Nährstoffeintrag

Von der Ufervegetation und den absterbenden Wasserpflanzen wird organisches Material in den Weiher eingetragen. Dieses setzt sich auf dem Grund des Weihers ab und führt zu einer langsamen Verlandung des Weihers. Das organische Material zersetzt sich im Laufe der Zeit, was mit einem Sauerstoffabbau verbunden ist. Je mehr organisches Material vorhanden ist, desto mehr Sauerstoff wird verbraucht. Weiter werden durch den Kot von Tieren, durch Regenwasser und durch absterbende Uferpflanzen Nährstoffe in den Weiher eingetragen. Diese Nährstoffe führen zu einem Wachstum von Unterwasserpflanzen und Algen. Je mehr Nährstoffe vorhanden sind, desto stärker wachsen die Pflanzen durch den Sauerstoffabbau. Die Nährstoffe lagern sich im Weihergrund ab. Wird der Weihergrund aufgewühlt (z.B. spezielle Fischarten), so werden die Nährstoffe in den Sedimenten wieder im Wasser freigesetzt.

Algen bei Frischwasser, Nachfüllwasser

Durch die Nährstoffe aus dem Nachfüllwasser (Brunnen, Grund- oder Leitungswasser) können Algen enstehen, wenn das Verhältnis an Nährstoffen zu gross ist.

Explosionsartige Grünalgen und Fadenalgen im Gartenteich 

Bei einer dauernden Speisung von Quell- oder Frischwasser werden Nährstoffe in den Teich geschleust, welches die Algenbildung fördert.

  • Algen vermehren sich je nach Algen Spezies alle 2-3 Std, im Schnitt ca. 1-2 mal pro Tag durch Zellteilung – schneller als das Algenfreigerät sie abtöten kann.

Mit dem G-Sonic Algenfreigerät sterben die Algen im geschlossen Teichsystem innert wenigen Wochen ab.

  • Der Algen Absterbe Prozess welches mehrere Wochen nennt man die Übergangsphase. In dieser Zeit ist es unabdingbar geschwächten Algen mindestens 1x pro Woche abzukeschern.
    • Unterlässt man es, wird das Wasser mit den Nährstoffen aus den zerplatzen Algen gefüttert und dient weiterhin noch für lebendige Algen als Nahrung. Der Nährstoffentzug Kreis auch Teufelskreis genannt, wird somit nicht unterbrochen. 
Teufelskreis: zuviele Nährstoffe im Wasser = Algen
Teufelskreis: zuviele Nährstoffe im Wasser = Algen
  • In dieser Übergangsphase befinden sich die Algen zwar unter Beschallung und im Stresszustand, ihr endgültiges Absterben dauert jedoch ein paar Wochen. Die Dauer der Übergangsphase ist unterschiedlich, je nach Menge und Nährstoffgehalt des Nachfüllwassers und der abbauenden Funktion des Wasserobjekts selbst. In der Regel dauert es 1-2 Monate.
  • Werden die Algen nicht abgeschöpft, kann sich die Situation sogar noch verschlimmern, da der Algenteppich die Ausbreitung der Klicktöne hindert.
  • Die Algen verlieren Chlorophylle, werden dadurch blasser und beginnen sich zu zersetzen. Ohne Reinigung ist der Teich von toten Algen überzogen. Deshalb sollte nach ein paar Wochen nach Einsetzen des Algenfreigerätes eine gründliche Teichreinigung durchgeführt werden, um die abgestorbene Biomasse zu entfernen.
  • Damit das Teichwassser klar wird, sollte das Wasserobjekt mit einem Teichschlammsauger mit Wasserrückführung und Filterung oder einem Poolreiniger gereinigt werden. Sehr wichtig dabei ist, dass das abgesaugte nährstoffarme Wasser gefiltert wieder zurückgeführt wird und nicht mit Frischwasser angereichert wird. Gesammeltes Regenwasser ist sauer und optimal für die Nachfüllung. Der sogenannte First-Flush (Regenwasser der ersten 10 Minuten) hingegen sollte wegen der hohen Blütenstaub- und Schadstoffkonzentration nicht verwendet werden.

Kann unter bestimmten Umständen für die Nachfüllung nicht auf nährstoffreiches Nachfüllwasser verzichtet werden, sollte vorübergehend (ca. 1 Monat lang) das Phosphat mit dem PO4 Phosphatbinder aus dem Wasser gebunden werden, um eine Algenblüte zu verhindern.

Weitere Informationen

Algen und Algenarten

Es gibt tausende von Algenarten. In der klassischen Einteilung der Algen werden die Chloromonadophyta, Gelbgrün Algen, Goldalgen, Kieselalgen und die Braunalgen als Klassen zu der Gruppe Heterokontophyta gezählt.

Grünalgen

Spirogyra – Schraubenalge, Plantosphaeria, Sphaerocystis. Zu den Grünalgen gehören auch die Fadenalgen, welche grüne Algenwatten bilden. Oft treten sie gallertartig auf.

Durch die Gasblasen treiben die Grünalgen zur Oberfläche und bilden einen schaumigen Teppich.

Blaualgen

Blaualgen, wissenschaftlich: Cyanobakterien sind genau genommen keine Algen, sondern Bakterien, die auf den ersten Blick eine ähnliche Erscheinung wie Algen haben und landläufig zu diesen gezählt werden. Bei starker Eutrophierung, also zu hohem Nährstoffgehalt, bilden sich massive Oberflächenblüten oder Algenblüten.

Blaualgen im See bilden einen öligen Film auf der Wasseroberfläche, Algenmatten in Ufernähe.

Blaualgen erzeugen ein tödliches Nervengift. Wildtiere und Hunde welche am Ufer Wasser trinken sterben vielfach. Auch für Kleinkinder sind die giftigen Blaualgen nicht ungefährlich. Zunehmend verbreitet sich die Blaualge Gattung Tychonema in Seen im Sommer aus, wo oft Bade-, Nutzungsverbot ausgesprochen werden. Vierbeiner werden vom Geruch der Blaualge angelockt und fressen die Algenmatten. Das Nervengift Anatoxin, von der Blaualge Tychonema produziert, wird als Todesursache angenommen.

Braunalgen

Braunalgen (Phaeophyceae) sehen bräunlich aus und haben eine Form von verzweigten Fäden im Gartenteich. Braunalgen findet man oft auf Pflanzen und Steinen im Süsswasser.

Braunalgen sammeln sich gerne auf Steine an seichten Stellen vom Teich aus.

Braunalgen im Salzwasser sehen ganz aus und sind grossblättrig und bilden bis zu 100m lange Fäden, mit denen sie sich im Boden verwurzeln. Braunalgen im Meer sind in kühleren Regionen zu finden.

Kieselalgen, Diatomeen

Kieselalgen oder Diatomeen (Bacillariophyta) sind braun gefärbt und von einer harten mineralischen Schale, einer Zellen­hülle auch Frustel genannt. Die Kieselalge besteht grösstenteils aus Siliziumdioxid, wie auch die Braunalge. Siliziumdioxid (SiO2) hat die Eigenschaft sehr hart zu sein und ist gegen chemische Mittel resistent.

Diatoms (250X) are a type of micro-algae. Over 100K different species exist. Foto: Kevin Dooley
Diatomeen (250X) sind eine Art Mikroalge. Es gibt über 100.000 verschiedene Arten. Foto: Kevin Dooley

Mehr Informationen über diverse Algenarten:

  • Goldalgen (Chrysophyta): selten marin, meist im Süsswasser vorkommend
  • Kieselalgen (Bacillariophyta, auch Diatomeen genannt): Im Salzwasser und Süsswasser vorkommend
  • Rotalgen (Rhodophyta): vorwiegend in der Litoralzone des Meeres oder Salzwasseraquarien
  • Grünalgen (Chlorophyta): Meer, Süsswasser und auch landlebende Algen, Fadenalgen

Spirogyra Algenzelle unter dem Mikroskop

Diese Photos wurden mit normalen Lichtmikroskopietechniken unter 400 facher Vergrösserung erstellt und zeigen die Einwirkung der Klicktöne auf die Algenzellen:

G-Sonic-50 S für grosse Teiche
Algenfrei Gerät

Das Algenfreigerät erzeugt akustische Klicktöne und sendet Klicktöne unter Wasser aus. Die Hohlkörper, Vakuole der Alge geraten in eine Schwinungung durch die hochpräzisen Klicks und reissen. Die Zellsaft tritt aus und die Alge stirbt ganz natürlich.

Weitere Algenarten unter dem Mikroskop

Image source & friendly permission by NERC CEH

Weitere Informationen


Teichreinigung

Algen trüben das Wasser im Gartenteich

Besonders im Sommer haben Teichbesitzer immer wieder mit Algen zu kämpfen. Sehr oft verbreiten sich die grünen Fadenalgen bei steigender Wassertemperatur und Sonneneinstrahlung geradezu explosionsartig

Algen trüben das Wasser – Algenbüschel, Grünalgen und Fadenalgen soweit das Auge reicht.

Tipps für die Teichreinigung und Teichpflege

Ein Biotop oder Teich müssen regelmässig gepflegt werden, um eine konstant hohe Wasserqualität beizubehalten. Dabei gilt es, das biologische Gleichgewicht besonders zu beachten, da bereits kleinste Veränderung zu Algenwachstum führen können. Um dies zu verhindern, sollten mehrmals jährlich die Algen und der Mulm aus dem Gewässer entfernt werden. 

Der Algenfrei Schlammsauger mit extra langer Teleskopstange

Grünlicher oder blauer Schimmer auf der Wasseroberfläche

Schimmert die Wasseroberfläche des Teiches grünlich oder bläulich oder zeigt sich ein ölähnlicher Film, deutet dies auf das Vorkommen von Grün- oder Blaualgen hin. Die mikroskopisch kleinen Algen trüben das Wasser und können einen üblen Geruch verursachen. Ist dies der Fall, sollte der Teich gründlich gereinigt und idealerweise komplett neu mit nährstoffarmem Regenwasser gefüllt werden.

Wie reinigt man den Teich am Besten?

Um klares Wasser zu erreichen, sollte das Wasserobjekt mit einem Teichschlammsauger mit gefilterter Wasserückführung gereinigt werden. Dies ist wichtig, da bei der üblichen Reinigung oft der Fehler begangen wird, beim Nachfüllen zu nährstoffhaltiges Wasser zu verwenden. Werden mehr als 5% des Teichvolumens frisch eingespeist, gelangen zu viele Nährstoffe in den Teich und das Algenwachstum wird gefördert. Die Algen bilden sich schneller, als das Algenfreigerät ihr Wachstum eindämmen kann. So entsteht besonders in den Sommermonaten ein schwer zu durchbrechender Teufelskreis: Erhöhtes Nährstoffvorkommen im Teich fördert das Wachstum der Algen. Werden diese durch das Algenfreigerät abgetötet, werden durch die verwesenden Algen Nährstoffe freigesetzt, die wiederum das Wachstum neuer Algen begünstigen.

Teufelskreis: zuviele Nährstoffe im Wasser = Algen

Gebündelte Nährstoffe in den Algen

Eine Algenzelle lässt sich gut mit einem rohen Ei vergleichen. Im Inneren der Algenzelle sind alle Nährstoffe aus dem Wasser gespeichert. Von diesem Futtervorrat lebt die Alge. Gibt es mehr Nährstoffe, wird die Zellteilung (Vermehrung) der Alge beschleunigt, die je nach Algenspezies bis zu mehrmals täglich statt findet. Durch die hochpräzisen Klicks reisst die Zellwand der Alge, es treten Nährstoffe aus der Vakuole respektive dem Vesikel aus und gelangen wieder ins Wasser. So kann sich der Kreislauf nicht schliessen. Daher ist es wichtig, die Algen manuell laufend zu entfernen.

Wassernachspeisung

Regenwasser ist sehr nährstoffarm und viel unproblematischer als Leitungs-, Grund- oder Brunnenwasser. Der sogenannte First-Flush (Regenwasser der ersten 10 Minuten) sollte jedoch nicht gesammelt werden, da es eine hohe Staubkonzentration (Blütenstaub, Pollen, Schadstoffpartikel) aufweist. Leitungs- oder Hahnenwasser ist in der Regel nährstoffarm, doch abhängig von der Wasserversorgung gibt es teilweise erhebliche Unterschiede. Die Wasserwerte können einfach mit unseren Wassertests ermittelt oder beim Wasserversorger erfragt werden.

Fazit Teichreinigung

Feinfiltersack (100 Mikron) zur Wasserrückführung

Wird der Teich gereinigt, gilt es darauf zu achten, das abgesaugte (meistens nährstoffarme) Wasser gefiltert wieder zurückzuführen und nicht mit nährstoffhaltigen Leitungswasser aufzufüllen. Das Speisen des Teiches mit Grund-, Quell- oder Leitungswasser fördert das Algenwachstum. Neues Wasser, sei es auch noch so sauber, schleust stetig neue Nährstoffe (Mineralsalze) in den Teich. Wir empfehlen phosphathaltigem Wasser bei der Erstbefüllung oder Nachspeisung von Nachfüllwasser bei mehr als 10% des Gesamtvolumens den PO4 Phospatbinder zu verwenden.

Weitere Informationen

Vakuole der Alge

Die Vakuole ist in Algen ein grosser, flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der den grössten Teil (bis zu 90%) des Algenvolumens ausmacht. Sie drängt das Cytoplasma (die flüssige, gelartige Grundsubstanz innerhalb der Zellmembran) mit den Zellorganellen an die Zellwand. Die Vakuole ist von einer Membran, dem Tonoplasten umgeben.

By Mariana Ruiz LadyofHats, labels by Dake modified by smartse [Public domain], via Wikimedia Commons
By Mariana Ruiz LadyofHats, labels by Dake modified by smartse [Public domain], via Wikimedia Commons

Die Vakuole dient der Speicherung von Wasser, Ionen, Zucker, Vitaminen und anderen Stoffen. Oft findet man diese in Form von Kristallen oder Stärkekörnern vor.

Die hohe Konzentration an Nährstoffen befähigen die Algenzelle, Wasser aus der Umgebung aufzunehmen (Osmose) und zu speichern. Durch die pralle Füllung (Tugordruck, Turgeszenz) mit Flüssigkeit hält die Algenzelle ihre Form stabil.

Der Tonoplast grenzt sich von der Zentralvakuole einer pflanzlichen Zelle ab welches die Zellsaftvakuole umschliesst.


öga 2010 – Ein Erfolg für Algenfrei

Algenfrei konnte an der öga Messe mit der innovativen Klicktontechnologie überaus viele Gartenbaubetriebe und Projekte gewinnen.


Mit der Bekanntmachung der Klicktontechnologie an der öga konnten viele Fachbetriebe einen vertieften Einblick in die Funktionsweise dieser natürlichen und umweltfreundlichen Technik erhalten.

Klares Wasser ohne grosse Technik dank innovativer Klicktontechnik.

Natürliche Garten- oder Schwimmteiche werden zu einem Lebensraum für heimische Insekten, Amphibien und andere kleine Lebewesen. Mit dem Einsatz von Klicktönen werden technische Filtersysteme oder chemische Hilfsmittel überflüssig. Ja sogar schädlich, da sie Mikroflora und -fauna und damit das ökologische Gleichgewicht zerstören. Von der Natur abgeschaut, erzeugen die Algenfreigeräte laute Klickgeräusche, ähnlich wie Delfine oder Wale, welche die Algen durch die anhaltenden Töne in einen Stresszustand versetzen. Schlussendlich sterben die Algen, je nach Algenart innert 2 bis 7 Wochen, ab.

Die Kurse zu Algenfreigeräten zum Thema „Einsatz von Klicktönen im Wasser“ in Zusammenarbeit mit Peter Bossard, Dr. sc. nat. ETH, emeritierter Gewässerökologe, fand grossen Anklang und wurden von Fachleuten rege besucht.

Algenfrei bietet kostenlos eine Beratung und Analyse für die optimale Positionierung und den idealen Einsatz des Algenfreigerätes an.